Sommerreifen-Test – Schönwetter-Pneus unter der Lupe

Welche Reifen die besten Fahr- und Bremseigenschaften zeigen – das finden die großen Sommerreifen-Tests des ADAC und der Fachzeitschriften „AUTO BILD“ und „auto motor sport“ regelmäßig heraus. Nach Testfahrten unter verschiedenen Bedingungen stehen die Sieger in allen gängigen Reifengrößen fest. Worauf es dabei ankommt, wie solche Reifentests ablaufen und wer die Sommerreifen Testsieger sind, erfahren Sie hier.

Welche sind die besten Sommerreifen im Test?

Kleinwagenklasse (Fiestagröße): Sommerreifen-Test 175 65 R 14 82 T (ADAC 2018)
Getestet wurden 14 Sommerreifen. Zwei Reifenmodelle erreichen das Testurteil „Gut“. Elf Reifen erhalten die Note „Befriedigend“, ein Modell landet bei „Ausreichend“.

Der Semperit Comfort-Life 2 gehört neben dem Falken Sincera SN832 Ecorun zu den beiden Sommerreifen Testsiegern in dieser Kategorie.

Der Continental ContiPremiumContact 5 liegt im Mittelfeld.


Kleinwagenklasse (VW-Polo-Größe): Sommerreifen-Test 185 65 R15
(ADAC 2019)

16 Reifenmodelle wurden auf dem Contidrom in Niedersachsen, in Bayern und auf dem Testgelände von Bridgestone in Rom geprüft. Einige Tests nahm die TU Darmstadt in ihrem Materialprüfstand vor.

Testsieger ist der Turanza von Bridgestone. Die sehr ausgewogenen Sommerreifen erhalten Bestnoten auf trockener und nasser Straße.

Auf den 2. Platz schafft es der Sportrac 5 von Vredestein. Der Reifen schneidet in allen Kategorien mit guten Noten ab - damit gilt er als sehr ausgewogener Reifen. Außerdem zeigt er einen sehr geringen Verschleiß.

Der Michelin Crossclimate+ kommt auf Platz 3. Dabei handelt es sich um einen Ganzjahresreifen, der als Sommerreifen mit Wintereigenschaften angeboten wird. Er erhält die Bestnote beim Verschleiß und zeigt auch eine gute Performance bei Nässe.


PKW der Kompaktklasse (Opel-Astra-Größe): Sommerreifen-Test 205 55 R16 (ACE 2019)

Neun aktuelle Sommerreifen in der gängigen Größe 205 55 R16 kamen auf den Prüfstand. Sie mussten sich einem Test in zwölf Disziplinen unterziehen. Drei Modelle erhielten Bestnoten.

Platz 1 sichert sich der Wetproof des finnischen Herstellers Nokian. Er ist mit Abstand der beste Regenreifen, da er mit sehr kurzen Bremswegen auf nasser Fahrbahn punktet. Außerdem schwimmt er beim Aquaplaning-Test später auf als die anderen Reifen.

Auf Platz 2 schafft es der Sport BluResponse von Dunlop.

Dritter wird der Continental PremiumContact 6, der ebenfalls mit kurzen Bremswegen und einem stabilen Handling auf trockener Fahrbahn überzeugt. Alle drei im Test vorne platzierten Sommerreifen erhalten das Urteil "Sehr empfehlenswert".

PKW der unteren Mittelklasse (Golfgröße): Sommerreifen-Test 205 55 R16 (ADAC 2018)

Von 16 getesteten Reifen erhalten sechs das ADAC-Urteil „Gut“, acht „Befriedigend“ und zwei die Note „Ausreichend“.

Testsieger ist der Michelin Primacy 3.

Der Continental ContiPremiumContact 5 landet insgesamt auf Platz 3.

Die Conti-Tochter Semperit mit dem Speed-Life erreicht Platz 6 mit der Note „Gut“.


Transporter und Vans: Sommerreifen-Test 215 65 R16C
(ADAC 2019)

Zum ersten Mal hat der ADAC Sommerreifen für Transporter und große Vans getestet. Die Tester verglichen 16 Reifen unterschiedlicher Hersteller miteinander. Keines der Modelle konnte die Experten in allen Testkategorien überzeugen. Fünf Sommerpneus erhielten das Testurteil "Befriedigend" und neun nur das Urteil "Mangelhaft".

Der beste Reifen im Test ist der Apollo Altrust. Er erzielt die Bestnote beim Fahren auf trockener Straße. Etwas schwächer schneidet er dagegen bei Nässe ab. Auch der Verbrauch fällt relativ hoch aus.

Auf den zweiten Platz schafft es der EfficientGrip Cargo von Goodyear. Zu seinen Stärken gehört der sehr geringe Verschleiß.

Platz 3 erreicht der Carrier von Pirelli mit guten Ergebnissen beim Abrieb und beim Kraftstoffverbrauch. Bei Nässe zeigt er jedoch ein paar Schwächen.


PKW der Mittelklasse (Passatgröße): Sommerreifen-Test 235 45 R18
(GTÜ 2018)

Elf Reifen wurden miteinander verglichen.

Platz 1 erreicht der Falken Azenis FK510, der in allen Disziplinen vom Bremsweg bis zum Preis überzeugt hat.

Den 2. Platz teilen sich Kumho mit dem Ecsta PS71 und Nokian mit dem zLine.

Der Ventus 51 evo2 K117 von Hankook folgt auf Platz 3.

Der Continental PremiumContact 6 belegt einen guten 4. Platz.

Continental Reifen

Sommerrreifen
Testsieger 2019

Auto beim Winterreifentest

Radwechsel und Reifenmontage

Auto beim Ganzjahresreifentest

Ganzjahresreifentests

Reifenkonfigurator

Sommerkompletträder

Pkw der Kompaktklasse und der gehobenen Mittelklasse: Sommerreifen-Test 225 45 R17 (AUTO BILD 2019)


53 Sommerreifen testete AUTO BILD im Frühjahr 2019. Zunächst mussten sich alle Reifen in einem Bremstest beweisen. Nur die 20 Reifen mit dem kürzesten Bremsweg auf nasser und trockener Fahrbahn kamen in die Endrunde. Hier wurden weitere Eigenschaften wie das Aquaplaning-Verhalten und die Effizienz geprüft.

Testsieger ist der Michelin Pilot Sport 4 mit Bestnoten in allen wichtigen Kategorien.

Platz 2 geht an den Eagle F1 Asymmetric von Goodyear. Er wird zusammen mit dem Continental PremiumContact 6 "Ecomeister".

Auf Platz 3 kommt der Falken Azenis FK510, der mit guten Fahreigenschaften bei Nässe und Trockenheit punktet. Wie fünf weitere Reifen erhält er das Testurteil "Vorbildlich".

 

PKW der Kompaktklasse: Sommerreifen-Test 225 45 R17 (auto motor sport 2018)

In diesem Test von Sommerreifen wurden elf aktuelle Modelle aller Preiskategorien verglichen.

Testsieger ist der Michelin Pilot Sport 4 mit sehr ausgewogenen Reifen und sehr kurzen Bremswegen – sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe.

Auf Platz 2 folgt der Continental PremiumContact 6, bei dem die gute Präzision und der starke Kurvengrip bei Trockenheit gelobt wurden.

Die Plätze 3 und 4 belegen der Falken Azenis FK510 und der Pirelli P Zero, die das Prädikat „Empfehlenswert“ erhalten haben.


Kompaktfahrzeuge: Sommerreifen-Test 195 65 R 15
(AUTO BILD 2018)

Im Test waren 51 Reifen vom Billighersteller bis zum Premiumanbieter. Dabei zeigen sich große Unterschiede in der Qualität. Beim Bremsen auf nasser Fahrbahn kommt der beste Reifen fast 18 Meter vor dem schlechtesten zum Stehen.

Der Sommerreifen-Testsieger in dieser Größe ist der Hankook Ventus mit dem Urteil „Vorbildlich“.

Der Continental ContiPremiumContact 5 erhält das gleiche Urteil und erreicht Platz 2.

Der Falken Ziex ZE310 wird Dritter.

 

Pkw der sportlichen Oberklasse: Sommerreifen-Test 245 45 R18 (AUTO BILD)

Elf aktuelle Sportreifen nahm AUTO BILD bei diesem Test unter die Lupe. Die Tester prüften auf dem Wachauring unter anderem die Stabilität, das Verhalten beim Spurwechsel und die Schnelligkeit der Reifen.

Der Pirelli P Zero holt sich mit Bestnoten den Sieg. Er überzeugt mit herausragenden Handling-Qualitäten auf nasser und trockener Strecke, kurzen Bremswegen und präzisem Lenkverhalten.

Den zweiten Platz sichert sich der Eagle F1 Asymmetric 5 von Goodyear.

Dritter wird der Continental Premium Contact 6, der gute Sicherheitsreserven beim Aquaplaning-Test bietet. Wie die beiden Sommerreifen auf den ersten Plätzen erhält er das Testurteil "Vorbildlich".


Kompakte SUV-Klasse: Sommerreifen-Test 215 55 R17 (auto motor sport 2019)

Mit elf verschiedenen Sommerreifen fuhr der VW T-Roc die Teststrecke nacheinander ab. Dabei stellten die Reifen ihr Können in Bezug auf Nass- und Trockenhandling, Seitenführungsverhalten und Rollwiderstand unter Beweis.

Testsieger wird der Nokian Wetproof mit einem sehr sicheren Nässeverhalten und exzellentem Grip. Das Testurteil lautet "Empfehlenswert".

Der zweite Platz geht an den Bridgestone Turanza T005. Die Tester loben seine überragende Seitenführung und den sehr geringen Rollwiderstand.

Der Primacy 4 von Michelin belegt den dritten Platz. Der recht ausgewogene Reifen überzeugt mit sehr kurzen Bremswegen auf trockener Strecke.
 

SUVs und Geländewagen: Sommerreifen-Test 265 60 R18 (AUTO BILD 2018)

Acht Marken waren bei diesem Sommerreifen-Vergleich dabei. Neben teuren Premiumprodukten mussten sich auch Billigfabrikate den Tests stellen.

Die Reifen von Continental (SportContact 5 SUV) und Hankook (Ventus ST) kamen auf Platz 1 und 2. Sehen Sie sich mit dem Continental SportContact 6 außerdem den Nachfolger von Continental an.

Der EfficientGrip SUV von Goodyear und der Scorpion Verde von Pirelli folgen auf den nächsten Plätzen.
 

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Wer führt Sommerreifen-Tests durch?

Die bekanntesten und aussagekräftigsten Tests von Sommerreifen stammen vom Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC), der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) sowie den Fachzeitschriften „AUTO BILD“ und „auto motor sport“. Sie alle legen großen Wert darauf, dass ihre Tests transparent und nachvollziehbar sind. Der ADAC zum Beispiel unterstützt mit seinem Sommerreifen-Test die Selbstverpflichtungsaktion „Gutes Testen“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Auf welche Kriterien werden Sommerreifen im Test geprüft?

Die bekannten Tests untersuchen Sommerreifen in der Regel auf die folgenden Kriterien hin:

Fahr- und Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn (zum Beispiel Handling, Verhalten bei Aquaplaning, Länge des Bremswegs)

Verschleiß des Reifens

Kraftstoffverbrauch

Rollwiderstand

Geräusche (Innen- und Außengeräusche)

Reifentest

So laufen Sommerreifen-Tests ab

Vorbereitung der Tests

Die Tester kaufen zunächst mehrere Sätze unterschiedlicher Sommerreifen verdeckt bei verschiedenen Händlern ein. Reagieren die Reifen einer Serie unter denselben Bedingungen stets gleich, gehen die Tester davon aus, dass alle Reifen einer bestimmten Serie dieselbe Qualität haben. So wird auch ausgeschlossen, dass die Hersteller gesonderte Modelle zum Beispiel für Winter- und Sommerreifen fertigen. Anschließend erfassen die Tester die Daten der Reifen und weisen ihnen per Zufallsauswahl eine Nummer zu. Damit lassen sich die Reifen bis zum Testende jederzeit identifizieren.

Auf der Teststrecke und im Labor

Für einen Sommerreifen-Test finden sich Testfahrer und Techniker meist im späten Frühjahr oder frühen Sommer auf einem Testgelände ein, etwa auf der Pirelli-Strecke in Italien. Um zum Beispiel den Bremsweg bei Nässe zu messen, beschleunigt ein Testfahrer das Auto mehrmals auf 80 km/h und macht dann eine Vollbremsung. Anschließend wird die Strecke bis zum Stillstand gemessen. Aus den Werten mehreren Fahrten wird ein Mittelwert gebildet.

Beim Aquaplaning-Test wird die Strecke gleichmäßig mit Wasser geflutet. Zuerst beobachten die Tester, wann der Reifen aufschwimmt und den Grip verliert (Längs-Aquaplaning). Anschließend testen sie das Kurvenverhalten auf der nassen Fahrbahn und die Reaktion der Reifen beim gefährlichen Quer-Aquaplaning. Dazu kommt es, wenn das Auto auf nasser Fahrbahn den Kontakt zur Straße verliert und seitlich auszubrechen droht. Den Rollwiderstand, der sich auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt, messen die Tester im Labor auf Rollenprüfständen.

Das Testergebnis

Reifen rollt zum Sommerreifentest

Das finale Testergebnis setzt sich aus objektiven Messungen – zum Beispiel von Bremswegen – und den subjektiven Bewertungen der Testfahrer zusammen. Beim ADAC ist es zum Beispiel wichtig, dass bei der Auswertung der Ergebnisse auf die Ausgewogenheit des Reifens geachtet wird. Das bedeutet: Nur Reifen, die in allen Kriterien bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, erhalten ein gutes Urteil. Ein Sommerreifen, der das ADAC-Urteil „gut“ anstrebt, muss also in allen relevanten Kriterien mindestens in den Notenbereichen „gut“ (2,5 oder besser) liegen.

Um ihre Ergebnisse langfristig abzusichern, vergleichen die Tester die bereits getesteten Produkte mit einem Referenzreifen mit bekannten Eigenschaften. So können sie schnell auf eventuelle Änderungen der Testrahmenbedingungen reagieren.

Viele Hersteller bieten Zweitmarken in einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis an. So gibt es Sommerreifen von Continental und deren Zweitmarken Barum, Semperit und Uniroyal.

Lesen Sie außerdem die Ergebnisse der Winterreifentests und Ganzjahresreifentests sowie die aktuellen Ganzjahresreifen im Test 2019.

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