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Mit Winterreifen im Sommer fahren: Das sollten Sie wissen

Sind die Straßen im Frühling wieder frei und trocken, fragt sich so mancher Autofahrer, ob er seine Winterreifen im Sommer nicht einfach dran lässt. Ob aus Bequemlichkeit oder um Kosten zu sparen – die Aussicht ist verlockend. Doch hier ist Vorsicht geboten. Welche Nachteile Winterpneus bei sommerlichem Wetter haben und was passiert, wenn man trotzdem damit fährt, erfahren Sie hier.

Darf man mit Winterreifen im Sommer fahren?

Winterreifen sind in Deutschland Pflicht. Aber viele Autofahrer sind unsicher, ob auch Winterreifen im Sommer erlaubt sind. Es ist hierzulande nicht gesetzlich verboten, mit Winterreifen das ganze Jahr zu fahren. Wer also mit Winterpneus in den Sommermonaten unterwegs ist, befindet sich zumindest rechtlich auf der sicheren Seite. Das heißt aber nicht, dass das auch sinnvoll ist. Experten sehen in Winterreifen, die bei warmen Temperaturen gefahren werden, vor allem ein Sicherheitsproblem.

Sicherheitsrisiko von Winterreifen im Sommer

Winterreifen im Sommer zu fahren, ist gefährlich und fahrlässig – zu diesem Ergebnis kam der TÜV nach einem entsprechenden Test. Zusammen mit der Schweizer Fachzeitschrift „auto-illustrierte“ prüfte der TÜV unter anderem den Bremsweg von Winterreifen im Sommer: Bremsten die Testfahrer auf trockener Fahrbahn von 100 km/h auf null herunter, kam der Winterreifen nach knapp 46 Metern zum Stehen. Im Vergleich dazu stand ein Sommerreifen bei einer Vollbremsung bereits nach 36 Metern – also ganze zehn Meter vorher.

Nicht nur beim Bremsen zeigen Winterreifen im Sommer deutliche Schwächen gegenüber Sommer- oder Ganzjahresreifen. Auch beim Fahrverhalten auf nasser Fahrbahn, in Kurven und beim Verschleiß schneiden die Winterpneus schlechter ab. Das liegt an ihrer Beschaffenheit, die an die Bedingungen im Winter angepasst ist.

Was passiert, wenn man im Sommer mit Winterreifen fährt?

Winterreifen eignen sich aus verschiedenen Gründen nicht für Fahrten auf trockener und nasser Straße im Sommer. Im Vergleich zu Sommerreifen haben sie folgende Nachteile:

  • Schlechteres Handling des Fahrzeugs
  • Längerer Bremsweg
  • Starker Verschleiß
  • Höherer Spritverbrauch

Der Unterschied zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen

  • Sommerreifen sind ideal bei warmen Temperaturen. Die Gummimischung ist relativ hart, sodass das Fahrverhalten selbst auf heißem Asphalt nicht beeinträchtigt wird. Außerdem kommen sie bestens auf regennasser Fahrbahn zurecht. Sie haben ein grobes Profil und tiefe Rillen, um das Wasser bei Regen optimal abzuleiten.

  • Winterreifen sind für Fahrten auf Schnee und Eis sowie bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt konzipiert. Sie haben ein feineres Profil und eine weichere Gummimischung. Damit sorgen sie bei winterlichen Straßenverhältnissen für optimalen Grip. Wer seine Winterreifen im Sommer abfahren will, um Geld zu sparen, tut sich keinen Gefallen. Winterpneus lassen sich bei hohen Temperaturen schlechter steuern. Gerade in Kurven und auf regennasser Straße kann es brenzlig werden. Die Gefahr von Aquaplaning nimmt zu.

    Hinzu kommt, dass sich die weichen Winterreifen auf heißem Asphalt schneller abnutzen. Das kann dazu führen, dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern schnell nicht mehr vorliegt.

    Da der Rollwiderstand auf trockener Straße höher ist, steigt auch der Spritverbrauch und die Kosten für das Auto nehmen zu. Auch der Umweltaspekt darf nicht übersehen werden: Durch den hohen Abrieb entsteht auch mehr Feinstaub.

  • Ganzjahresreifen vereinen die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen. Das Fahren auf trockener oder regennasser Straße ist genauso komfortabel und sicher wie auf leicht schneebedecktem Untergrund. Allwetterpneus sind eine Alternative für Autofahrer, die auf den saisonalen Reifenwechsel verzichten und sich nur einen Reifensatz anschaffen wollen. Allerdings sind sie nur in Gegenden mit milden Wintern zu empfehlen. Auch in der Stadt, wo die Straßen meist geräumt sind und die Geschwindigkeit niedrig ist, können Ganzjahresreifen ein guter Kompromiss sein.

Haftung bei einem Unfall mit Winterreifen im Sommer

Wenn ein Autofahrer im Sommer mit Winterreifen einen Unfall baut, kann es sein, dass die Versicherung sich weigert, für den Schaden aufzukommen. Sie kann dem Fahrer grobe Fahrlässigkeit unterstellen. Das ist der Fall, wenn sie behauptet, dass zur Jahreszeit unpassende Reifen zu dem Unfall geführt haben. Auch wenn der Fahrer sich auf das bestehende Gesetz beruft, kostet es viel Zeit und Nerven, sich dann mit der Versicherung herum zu plagen.

Wie lange kann man Winterreifen fahren?

Beim richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel orientieren sich viele Autofahrer an der Faustregel „O bis O“, also Winterreifen von Oktober bis Ostern. Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Zeitpunkt, zu dem Winterreifen montiert werden müssen. Stattdessen ist jeder Autofahrer verpflichtet, die Reifen an die herrschenden Wetterverhältnisse anpassen. Man spricht deshalb von einer situativen Winterreifenpflicht.

Zum Beispiel in einer schneereichen Gegend in den Bergen können Winterreifen schon Anfang Oktober und bis weit in den April hinein erforderlich sein. In milderen Lagen kann die Zeit für Winterpneus wesentlich kürzer sein.

Das gilt in den Nachbarländern Österreich, Italien, Schweiz

  • In Österreich gilt von November bis Mitte April eine situative Winterreifenpflicht. Rein rechtlich dürfen Winterreifen auch in den Sommermonaten gefahren werden, wenn sie noch eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern haben. Aber wie in Deutschland wird von Winterreifen im Sommer dringend abgeraten. Die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist einfach zu groß. 

  • In der Schweiz gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Winterpneus werden allerdings bei winterlichen Straßenverhältnissen empfohlen. Auch wenn Winterreifen im Sommer in der Schweiz grundsätzlich erlaubt sind, werden sie als ungeeignet für trockene und nasse Straßen bei warmen Temperaturen betrachtet. Bei der Klärung der Schuldfrage nach einem Unfall kann es entscheidend sein, mit welchen Reifen gefahren wurde. Werden die Reifen nicht als angemessen angesehen, kann es teuer werden.

  • In Italien sind Winterreifen Pflicht. Je nach Gegend kann dies in der Zeit zwischen dem 15. Oktober und dem 15. April sein, zum Beispiel im Aosta-Tal. In anderen Regionen erfährt man auf Verkehrsschildern, dass zwischen dem 15. November und dem 31. März mit Winterreifen zu fahren ist. Winterreifen im Sommer zu fahren, ist nicht generell verboten. Allerdings dürfen seit 2014 in den Sommermonaten nicht mehr alle Winterpneus gefahren werden. Nur wenn der Geschwindigkeitsindex des Reifens dem in der Zulassungsbescheinigung I (ehemals Fahrzeugschein) festgesetzten Index entspricht, ist der Reifen erlaubt.

Zur Erklärung: Der Geschwindigkeitsindex steht für die Höchstgeschwindigkeit, für die ein Reifen zugelassen ist. Er ist auf der Reifenflanke nach der Dimension aufgedruckt – zum Beispiel 205/55 R16 91H. Das kann ein Buchstabe wie H, V oder T sein. Die entsprechenden Geschwindigkeiten stehen in einer Index-Tabelle.

Sommerkompletträder

Sommerreifen

Reifenkonfigurator

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Die besten Sommerreifen im Test

Umfangreiche Tests helfen Autofahrern dabei, die richtigen Sommerreifen zu kaufen. Experten des ADAC, der Stiftung Warentest oder von anderen professionellen Instanzen prüfen, wie sicher die Reifen auf trockener und nasser Straße sind. Testsieger unter den Sommerreifen sind meist große Marken wie Michelin, Goodyear oder Pirelli für 100 Euro und mehr. Aber auch billige Sommerreifen wie die “Roadhawk” von Firestone oder die “Ziex ZE310 Ecorun” von Falken schneiden in den Tests gut ab. Diese Sommerräder kaufen Fahrer für rund 60 Euro pro Rad.

SOMMERREIFEN GÜNSTIG KAUFEN: TIPPS ZUM BESTEN ZEITPUNKT

Im Winter braucht niemand Sommerreifen, deshalb sind sie in den kalten Monaten am günstigsten - falsch! Preisvergleiche zeigen, dass die Preise besonders Anfang April fallen. In dieser Zeit übertrumpfen sich die Händler mit Sommerreifen-Aktionen. Ob online oder im Reifencenter vor Ort: Wer bis zum Frühjahr wartet, spart zwischen 20 und 50 Euro pro Satz.

Sommerreifen versus Winterreifen

Winterreifen bestehen aus einer weichen Gummimischung. Durch den hohen Naturkautschuk-Anteil bleiben sie bei Minustemperaturen flexibel genug, um sich mit dem Untergrund zu verzahnen. Der Nachteil: Steigen die Temperaturen, nutzt sich das weiche Profil schnell ab, der Bremsweg verlängert sich und der Spritverbrauch steigt.

Der Gummi von Sommerreifen ist wesentlich härter. Das verleiht selbst auf heißem Asphalt genügend Grip. Das Auto liegt sicher auf der Straße und ermöglicht ein gutes Handling. In Deutschland besteht zwar keine Sommerreifen-Pflicht. In den warmen Monaten sind Autofahrer mit Sommerreifen aber deutlich sicherer unterwegs als mit Winterreifen.

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Vom Kleinwagen bis zum SUV – bei Vergölst gibt es Winterreifen für unterschiedliche Fahrzeuge in vielen Größen und von bekannten Herstellern:

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