Ratgeber Winterreifenkauf
Alle Infos zur Saison: Ratgeber Winterreifenkauf Was ist zu beachten?

Ratgeber Winterreifen: Alle Infos zum Kauf und Wechsel auf einen Blick

Sicherheit und Fahrkomfort zu jeder Zeit: Die Wahl der passenden Bereifung spielt gerade während der Wintermonate eine entscheidende Rolle. Wenn schlechte Witterungs- und Straßenverhältnisse Höchstleistungen von den Pneus fordern, kommt es auf einen besonders guten Kontakt zur Fahrbahn an. Worauf beim Reifenkauf, -wechsel und der -nutzung zu achten ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber für Winterreifen.


Woran erkennt man Winterreifen?

Die in vielen Ratgebern für Winterreifen behandelte Frage „Wie erkenne ich Winterreifen?” lässt sich ganz leicht beantworten: Wintertaugliche Reifen, die für die besonderen Straßenverhältnisse in der kalten Jahreszeit zugelassen sind, verfügen an der Flanke über das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocken-Symbol). Bis Ende 2017 genügte das M+S-Zeichen als Kennzeichnung. Für alle Winterreifen, die seit Anfang 2018 produziert werden, ist das Alpine-Symbol Pflicht.

Was sind M+S-Reifen?

Mit dem M+S-Symbol („Matsch und Schnee”) wurden in der Vergangenheit Reifen gekennzeichnet, die für den Gebrauch bei winterlichen Straßenverhältnissen ausgelegt und zugelassen waren. Seit dem 01. Januar 2018 greifen allerdings neue Vorgaben bei der Winterreifenpflicht. Nun sind nur noch Reifen erlaubt, die über das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) verfügen. Alle Modelle mit einem Alpine-Zeichen müssen sich unter anderem einem genormten Bremstest auf Schnee unterziehen. Für Winterreifen mit einer M+S-Kennzeichnung ist eine entsprechende behördliche Prüfung nicht erforderlich gewesen.

Winterreifen Alpine Symbol

Was ist nach der Umrüstung auf Winterreifen (M+S) zu beachten?

Die Nutzung von Winterreifen mit der M+S-Kennzeichnung ist auch weiterhin möglich. Für Fabrikate, die vor dem 01. Januar 2018 hergestellt wurden, hat der Gesetzgeber eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024 vorgesehen. Das bedeutet: Reifen, die ausschließlich das M+S-Symbol tragen, dürfen erst ab Oktober 2024 – bei winterlichen Verhältnissen – nicht mehr gefahren werden.

Ab wann sind Winterreifen Pflicht?

In Deutschland existiert im Unterschied zu vielen anderen Ländern keine generelle, sondern lediglich eine situative Winterreifenpflicht, wonach die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen ist. Demnach entscheidet nicht der Zeitpunkt, sondern die Fahrbahnbeschaffenheit darüber, ob Sie mit Winterreifen fahren müssen oder nicht. Grundsätzlich schreibt die Straßenverkehrsordnung eine Winterreifenpflicht bei winterlichen Wetterbedingungen vor, die nach Paragraf 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) wie folgt definiert werden:

  • Glatteis
  • Schneeglätte
  • Schneematsch
  • Eisglätte
  • Reifglätte 

Ratgeber Winterreifen: Wie viel Bußgeld droht bei Verstößen?

Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Punkt in Flensburg sowie verschiedenen Strafzahlungen geahndet. Diese reichen von 60 Euro für das Fahren ohne Winterreifen bis zu 120 Euro für das Fahren ohne Winterreifen mit Unfall. Wichtig: Auch die Versicherung kann unter Umständen – selbst bei einem unverschuldeten Unfall – die Leistungen kürzen oder Regresszahlungen fordern.

Ab wann sollte man auf Winterreifen wechseln?

Als guter Anhaltspunkt dient die Faustregel, von Oktober bis Ostern auf wintertaugliche Reifen zu wechseln. Die O-bis-O-Regel ist allerdings nur eine Empfehlung und hierzulande nicht verbindlich (siehe Details zur situativen Winterreifenpflicht in unserem Ratgeber für Winterreifen). Der gewählte Zeitraum von Oktober bis Ostern hängt unter anderem damit zusammen, ab welcher Temperatur Sie auf Winterreifen wechseln sollten. Insbesondere, wenn das Thermometer dauerhaft unter 7° Celsius fällt, bietet das Fahren mit Winterbereifung deutlich mehr Sicherheit. Winterreifen verfügen über speziell entwickelte Gummimischungen, die gerade bei tiefen Temperaturen einen guten Grip und damit kurze Bremswege gewährleisten.

Wie viel Profil muss ein Winterreifen haben?

Für Sommer- und Winterreifen gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Experten und die meisten Ratgeber für Winterreifen aber, dass die Pneus ein Restprofil von mindestens vier Millimetern aufweisen sollten. Denn abgenutzte Reifen gefährden das Bremsverhalten erheblich. Welchen Einfluss die Profiltiefe auf den Bremsweg hat, zeigen Tests des Reifenherstellers Continental. Demnach verlängert sich der Bremsweg bei einem Restprofil von 1,6 Millimetern gegenüber einem Reifen mit 8 Millimetern Profiltiefe um 45 Prozent. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht der Unterschied einer Distanz von mehr als zehn Metern! Hinweis: Bei Fahrten ins Ausland können abweichende Regelungen gelten. So schreibt zum Beispiel Österreich eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern vor.

Winterreifen Profiltiefe

Wie viel Profil hat ein neuer Winterreifen?

Für Sommer- und Winterreifen gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Experten und die meisten Ratgeber für Winterreifen aber, dass die Pneus ein Restprofil von mindestens vier Millimetern aufweisen sollten. Denn abgenutzte Reifen gefährden das Bremsverhalten erheblich. Welchen Einfluss die Profiltiefe auf den Bremsweg hat, zeigen Tests des Reifenherstellers Continental. Demnach verlängert sich der Bremsweg bei einem Restprofil von 1,6 Millimetern gegenüber einem Reifen mit 8 Millimetern Profiltiefe um 45 Prozent. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht der Unterschied einer Distanz von mehr als zehn Metern! Hinweis: Bei Fahrten ins Ausland können abweichende Regelungen gelten. So schreibt zum Beispiel Österreich eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern vor.

Wie lange halten Winterreifen?

Die konkrete Lebenserwartung der Pneus ist von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich. Denn die Laufleistung, die ein neuer Satz Winterreifen erreicht, hängt von zahlreichen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Fahrweise
  • Fahrleistung
  • Luftdruck
  • Reifenmodell
  • Lagerung
  • Luftdruck
  • Achseinstellung

Der Reifen kann durchaus nach sechs bis sieben Jahren bereits abgenutzt sein. Entscheidendes Kriterium für die Lebensdauer der Winterreifen ist neben einer ausreichenden Profiltiefe das Alter bzw. die Qualität der Gummimischung bei fortschreitender Beanspruchung. Spätestens nach zehn Jahren sollten die Reifen daher in jedem Fall ausgetauscht werden. Bei sichtbaren Schäden, beispielsweise nach Bordsteinkollisionen oder infolge von Materialermüdung, ist übrigens sofortiges Handeln geboten.

Wie alt dürfen Winterreifen sein?

Die Straßenverkehrsordnung schreibt keinen maximalen Nutzungszeitraum für Winterreifen vor. Allerdings: Mit zunehmendem Alter härtet die Gummimischung immer weiter aus und wird spröde. Der Winterreifen verliert nach und nach seine positiven Fahreigenschaften. Ab einem Alter von sechs Jahren empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle der Pneus durch einen Fachmann. Übertriebene Sparsamkeit ist mit Blick auf die Sicherheit beim Fahren übrigens ein schlechter Ratgeber. Alte Winterreifen sollten spätestens nach acht bis zehn Jahren endgültig ersetzt werden.

Tipp: Wann neue Winterreifen kaufen?

In unserem Ratgeber für Winterreifen fassen wir noch einmal kurz zusammen, wann es Zeit für den Wechsel auf neue Winterreifen ist, damit die Sicherheit bei winterlichen Straßenverhältnissen gewährleistet bleibt:

  • Die gemessene Profiltiefe beträgt weniger als vier Millimeter.
  • Der Reifen weist sichtbare Schäden auf.
  • Das Alter des Reifens beträgt acht oder mehr Jahre.

Was muss man beim Fahren mit Winterreifen besonders beachten?

Beim Fahren mit Winterreifen kommt es vor allem auf den richtigen Luftdruck an, um einen unnötigen Verschleiß der Reifen zu vermeiden. Ein zu niedriger oder zu hoher Luftdruck führt zu einem ungleichmäßigen Reifenabrieb. Das Profil wird entweder im Innen- oder Außenbereich stärker abgefahren, wodurch die Nutzungsdauer spürbar sinkt. Zudem hat der Luftdruck einen direkten Einfluss auf das Fahrverhalten und den Fahrkomfort. Den empfohlenen Reifendruck für verschiedene Beladungen finden Sie zum Beispiel auf einem Aufkleber im Türbereich bzw. in der Tankklappe Ihres Fahrzeugs.

Welche Winterreifen passen auf mein Auto?

Informationen zur geeigneten Reifengröße entnehmen Sie dem Fahrzeugschein. Hier ist die passende Dimension angegeben, die Sie auf Ihr Fahrzeug montieren können. Zu Ihren Möglichkeiten erhalten Sie fachmännische Beratung in einer der Vergölst Werkstätten sowie bei unserern Partnern.

Wo finde ich passende Winterreifen?

Im Reifenkonfigurator von Vergölst finden Sie online eine große Auswahl hochwertiger Winterreifen namhafter Marken und Hersteller wie Continental oder Uniroyal zu günstigen Preisen. Wie sich die aktuellen Modelle in der Praxis bewähren, zeigen regelmäßige Winterreifen-Tests des ADAC oder verschiedener Fachzeitschriften. Über die aktuellen Winterreifen-Testsieger informieren wir Sie regelmäßig in unserer Ratgeber-Rubrik für Winterreifen „Aktuelle Testsieger im Vergleich bei ADAC & Co“.

Wie schnell darf man mit Winterreifen fahren?

Auskunft über die zulässige Maximalgeschwindigkeit gibt der sogenannte Geschwindigkeitsindex, der in Form eines Buchstabens ebenfalls auf der Reifenflanke vermerkt ist. Zu finden ist die Angabe hinter den Kennzeichnungen zur Reifengröße und zur zulässigen Belastung. Als typische Geschwindigkeitsklassen für Pkw gelten unter anderem:

  • T = 190 km/h
  • U = 200 km/h
  • H = 210 km/h
  • V = 240 km/h
  • W = 270 km/h
  • Y = 300 km/h

Was hat das Fahren mit Winterreifen in den Sommermonaten zur Folge?

Eine ganzjährige Nutzung der Winterbereifung ist nicht zu empfehlen. Aufgrund der Optimierung für kalte Temperaturen verfügen Winterreifen über eine weichere Gummimischung. Diese führt im Sommer nicht nur zu einem stärkerem Verschleiß und einem höherem Spritverbrauch, sondern auch zu erheblich längeren Bremswegen und einer Verschlechterung der Fahrstabilität. Fachleute raten daher von Winterreifen im Sommer ab.

Woran erkennt man Winterreifen?

Die in vielen Ratgebern für Winterreifen behandelte Frage „Wie erkenne ich Winterreifen?” lässt sich ganz leicht beantworten: Wintertaugliche Reifen, die für die besonderen Straßenverhältnisse in der kalten Jahreszeit zugelassen sind, verfügen an der Flanke über das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocken-Symbol). Bis Ende 2017 genügte das M+S-Zeichen als Kennzeichnung. Für alle Winterreifen, die seit Anfang 2018 produziert werden, ist das Alpine-Symbol Pflicht.

Unsere Winterreifen Empfehlung

Der Continental Wintercontact TS 860 ist auch in anderen Dimensionen erhältlich.
Der Barum Polaris 5 ist auch in anderen Dimensionen erhältlich.
Der Semperit Master-Grip 2 ist auch in anderen Dimensionen erhältlich.

Vergleich: Winterreifen oder Ganzjahresreifen?

Neben reinen Winterreifen sind auch Ganzjahresreifen mit der Alpine-Kennzeichnung oder dem M+S-Symbol erhältlich. In puncto Sicherheit können Sie aber nicht ganz mit den saisonalen Modellen mithalten, sondern müssen mit Blick auf die unterschiedlichen Wetter- und Straßenbedingungen im Jahresverlauf Kompromisse eingehen. Daher sind sie eher für den urbanen Raum und milde Winter geeignet. Zwar hat sich die Qualität der angebotenen Fabrikate durch neue Fertigungsmethoden in den letzten Jahren deutlich verbessert, wie beispielsweise die Continental Ganzjahresreifen zeigen. Spezialreifen für den Winter zeigen jedoch eine andere Performacce, die speziell auf winterliche Witterung ausgelegt ist.

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