Laut Geschwindigkeitsindex-Tabelle (auch Speed Index Tabelle genannt) existieren insgesamt 32 Geschwindigkeitsklassen. Diese reichen von A bis Y. Die folgenden Angaben liefern einen Einblick in die Geschwindigkeitsklassen:
Geschwindigkeits-Index (Speed-Index) | Zulässige Höchst-Geschwindigkeit | Geschwindigkeits-Index (Speed-Index) | Zulässige Höchst-Geschwindigkeit |
Geschwindigkeitsindex C | maximal 60 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex Q | maximal 160 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex F | maximal 80 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex R | maximal 170 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex G | maximal 90 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex S | maximal 180 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex J | maximal 100 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex T | maximal 190 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex K | maximal 110 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex U | maximal 200 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex L | maximal 120 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex H | maximal 210 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex M | maximal 130 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex V | maximal 240 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex N | maximal 140 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex W | maximal 270 Kilometer pro Stunde |
Geschwindigkeitsindex P | maximal 150 Kilometer pro Stunde | Geschwindigkeitsindex Y | maximal 300 Kilometer pro Stunde |
Vor allem bei älteren Fahrzeugen findet sich der Speedindex ZR. Dieser entspricht keiner aktuellen Norm. Kennzeichnete er früher Räder, die für 240 Stundenkilometer und mehr ausgelegt waren, ersetzen diese Angabe heute V-, W- und Y-Reifen. “Welchen Geschwindigkeitsindex darf ich fahren”, fragen Sie sich? Die Experten von Vergölst beraten Sie gerne, welche Geschwindigkeitsklasse für Ihr Auto oder Motorrad geeignet ist.
Der Geschwindigkeitsindex für Motorradreifen und Autoreifen befindet sich auf der Radflanke. Als letzter Buchstabe der sogenannten Dimension gibt er das zulässige Maximaltempo pro Reifen an.
Die Reifendimension im Überblick - am Beispiel des Sommerreifens 205 55 R16 91Y:
Wer die einzelnen Klassen betrachtet, dem fällt auf, dass diese nicht in alphabetischer Reihenfolge verlaufen. Zum Beispiel gibt der Geschwindigkeitsindex von Reifen mit H ein höheres Tempo an als Reifen mit T. Das liegt daran, dass die Tabelle ursprünglich aus England stammt. Als sie entstand, galten 180 Kilometer pro Stunde (entspricht dem Geschwindigkeitsindex S) als schnell. Der Buchstabe “S” - als damalige höchste Klasse - steht deshalb für “Speed”.
Als die Fahrzeuge schneller wurden, brauchte es neue Bezeichnungen: Der Buchstabe “H” steht daher für “High Speed”. Das bedeutet, dass der Reifen bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 210 Kilometer pro Stunde zugelassen ist. V-Reifen stehen für “Very High Speed” mit zulässigen 240 Stundenkilometern.
Im Testlabor durchlaufen die Räder unterschiedliche Tempi. Diese erhöhen sich alle zehn Minuten um zehn Kilometer pro Stunde. Der Speedindex gibt das maximale Tempo an, bei der eine einwandfreie Fahrt garantiert ist. Der Geschwindigkeitsindex von Rollerreifen, Motorradreifen oder Pkw-Reifen darf die Höchstgeschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht unterschreiten - aber er darf darüber liegen. Weiterhin sollten Fahrer bei jedem Reifen auch auf den Tragfähigkeitsindex achten.
Die beiden Indizes stehen für unterschiedliche Daten: der Speedindex gibt das maximale Tempo pro Rad an und der Tragfähigkeitsindex steht für das zulässige Höchstgewicht eines Reifens. Trotzdem gilt: Beide Angaben auf einem Reifen sind immer gemeinsam zu betrachten. Sie stehen im unmittelbaren Zusammenhang. Je höher die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs ist, desto größer werden die Kräfte, die auf die Reifen wirken. Die Experten von Vergölst finden für Sie den passenden Reifen.
In Deutschland ist es Pflicht, den Reifen-Geschwindigkeitsindex dem maximalen Tempo eines Fahrzeugs anzupassen. Liegt dieses bei 210 Kilometern pro Stunde, sind H-Reifen wie bei den Dimensionen 91H oder 95H angebracht.
Liegt der Geschwindigkeitsindex des laut Fahrzeugschein zulässigen Reifens deutlich höher als das maximale Tempo des Autos oder des Motorrads, können Fahrer oft einen kleineren Index wählen. Ob die Möglichkeit besteht, errechnet sich durch diese Formel:
(Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeit + 6,5 Kilometer pro Stunde) + (0,01 x Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeit) = Geschwindigkeit pro Reifen
Für ein Auto, das höchstens 188 Kilometer pro Stunde fährt, ergibt sich daraus eine benötigte Radgeschwindigkeit von 196,38 Kilometer pro Stunde. Dies entspricht einem Reifen H (210 Kilometer pro Stunde). Wird laut Fahrzeugschein ein Reifen V (240 Kilometer pro Stunde) gefordert, darf der Fahrer somit auch einen Reifen H wählen. Er kommt den Anforderungen nach und spart im Vergleich zum teureren V-Reifen Geld.
Wichtig: Wer mit Reifen unterwegs ist, deren Geschwindigkeitsindex nicht für das betreffende Fahrzeug zugelassen ist, geht ein hohes und leichtsinniges Risiko ein. Im schlimmsten Fall löst sich unter hohem Tempo die Karkasse - gravierende Unfälle sind die Folge. Außerdem müssen Fahrer damit rechnen:
Zahlreiche Buchstaben, viele Zahlen: Beim Geschwindigkeitsindex von V-Reifen, C-Reifen und Q-Reifen verlieren Fahrer schnell den Überblick. Ein Blick auf die Einteilung von Indexzahlen und Fahrzeugkategorien hilft: Zum Beispiel eignet sich der Geschwindigkeitsindex C für Transporter und Leicht-Lkws. Für Coupés kommen Reifen mit einem H-Index infrage. Bei den hohen Geschwindigkeiten von Sportwagen sind Reifen mit V oder W angemessen, zum Beispiel beim Geschwindigkeitsindex 98V, 84W oder 97W.
Der Speedindex gibt nicht nur die zulässige Höchstgeschwindigkeit pro Reifen an. An ihm können sich Fahrer auch in puncto Sicherheit orientieren. Denn je höher der Index, desto besser ist der Halt auf der Straße und desto kürzer sind die Bremswege. Gleichzeitig nutzt sich von diesen Reifen das Profil schneller ab und sie haben im Winter weniger Grip. Aus diesem Grund eignen sich Saisonräder und Ganzjahresreifen mit einem Geschwindigkeitsindex von W, Y oder Z hauptsächlich für Sportfahrzeuge und mildes Klima.
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