Reifenprofiltiefe: Worauf Sie achten müssen.

Ob Sommerreifen oder Winterreifen: Abgefahrene Autoreifen beeinträchtigen die Sicherheit auf der Straße maßgeblich. Neureifen hingegen haben garantiert immer die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe und sorgen dafür, dass Sie sicher unterwegs sind. Eine große Auswahl hat Vergölst mit einer Vielzahl unterschiedlicher Marken.

Die unterschiedlichen Reifenprofile

Das Profil von Autoreifen variiert je nachdem, für welchen Einsatzzweck sie gedacht sind. Sommerreifen sind auf eher trockene Straßenverhältnisse ausgelegt. Die Gummimischung ist daher härter und das Profil ist durch Längsrillen erkennbar. Zusätzliche Querrillen sorgen dafür, dass Wasser von der Fahrbahn, das sich im Reifen sammelt, direkt wieder abgeleitet wird. Dieses Prinzip beugt vor allem Aquaplaning vor und wird auch bei Winterreifen verwendet.

Der Grund für die weichere Gummimischung bei Winterreifen ist, dass auch bei niedrigen Temperaturen der ganze Autoreifen weich bleibt und das Auto im Winter bei Schnee sicher auf der Fahrbahn liegt.

Die einzelnen Profilblöcke enthalten eine Vielzahl an Lamellen – kleine Einschnitte mit großer Wirkung. Denn sie sorgen dafür, dass sich der Reifen ideal mit einem mit Schnee und Eis bedeckten Untergrund verbinden kann. Das gibt Sicherheit und verkürzt durch die bessere Bodenhaftung insbesondere den Bremsweg.

Mindestprofiltiefe der verschiedenen Reifenarten

Ein erheblich verlängerter Bremsweg, Anfälligkeit für Aquaplaning und eine schwammige Lauffläche auf der Fahrbahn sind nur einige Effekte, wenn man zu lange mit abgefahrenen Reifen fährt.

Bei alten Autoreifen verhärtet sich die Gummimischung mit zunehmendem Alter, das Material wird spröde und vor allem das Profil wird immer mehr abgefahren. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter, ist jedoch nach Meinungen von Experten wie dem ADAC nicht aussagekräftig in Bezug auf die Sicherheit.

Rutscht die Profiltiefe von Winterreifen unter vier Millimetern, bei Sommerreifen spätestens unter zwei Millimetern, nimmt die Haftung des Reifens auf nasser Straße bereits deutlich ab, insbesondere bei Breitreifen. Mangelnder Grip ist die Folge und damit das Risiko erhöht.

Übersicht Reifenprofiltiefe  
Reifenart Gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe Empfohlene Profiltiefe
Winterreifen 1,6 mm 4 mm
Sommerreifen 1,6 mm 2 - 2,5 mm
Genzjahresreifen 1,6 mm

Im Winter: 4 mm

Im Sommer: 2,5 mm

Reifenkonfigurator

Reifenkonfigurator

Immer noch beschäftigen sich viele Autofahrer zu wenig mit dem Thema und messen eher selten nach, mit wie viel Profil sie tatsächlich fahren.

Ob Winterreifen, Sommerreifen oder Ganzjahresreifen: Es gilt, die Bereifung nicht nur wie vorgeschrieben zur Saison zu wechseln, sondern auch ab einem Reifenalter von etwa fünf Jahren sowie im Falle eines abgefahrenen Profils.

Besonders gefährlich ist die Fahrt im Winter, da die Witterungsverhältnise in der Regel ganz besondere Anforderungen an einen Reifen mit sich bringen. Deshalb besteht hierzulande die Winterreifenpflicht.

Reifenprofiltiefe richtig messen

Wir empfehlen unbedingt, die Profiltiefe der Bereifung an Ihrem Fahrzeug regelmäßig zu überprüfen – mindestens, bevor Sie die Reifen zur Saison wechseln. Sollte das Profil weniger als die vorgeschriebene oder besser empfohlene Profiltiefe von zwei Millimeter bei Sommer- und vier bei Winterreifen aufweisen, sollten Sie dringend den Kauf von Neureifen ins Auge fassen.

Ob Sommer oder Winter, spätestens zum Reifenwechsel werden neue Reifen zum Thema. Der Griff zu Gebrauchten ist aufgrund ihres günstigen Preises oft verlockend, jedoch können sie viele Kilometer Laufleistung aufweisen, fünf oder mehr Jahre alt sein und daher nicht mehr dieselben Sicherheitsmerkmale haben wie Neureifen. Wenn es um Sicherheit geht, sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Oft ist ein stark abgefahrenes Profil mit wenigen mm Tiefe schon mit bloßem Auge sichtbar.

Sicherheitshalber können Sie es aber ganz einfach messen. Dazu nehmen Sie entweder einen Profiltiefenmesser oder halten zum Messen schnell bei einer Vergölst Fachwerkstatt an. Ein Tipp, der noch einfacher ist (und das Werkzeug dazu hat fast jeder in der Tasche): ein 2-Euro-Stück. Halten Sie es ins Reifenprofil, am besten in der Mitte des Rades. Verschwindet nur der äußere Rand der Münze, müssen Sie sich keine Sorgen machen, ausreichende Profiltiefe ist dann in jedem Fall erreicht.

Beachten Sie dabei in jedem Fall die oben genannten Empfehlungen von mindestens zwei beziehungsweise 2,5, besser jedoch drei Millimeter Tiefe im Sommer, vier Millimeter im Winter. Bei Ganzjahresreifen gilt: Je mehr Profil, desto besser. So fahren Sie in jedem Fall sicherer.

Reifenprofiltiefe richtig messen

Strafen und Bußgeld bei mangelnder Reifenprofiltiefe

Bezüglich der Verwendung von Winterreifen und der damit verbundenen Winterreifenpflicht in Deutschland, weiß fast jeder Autofahrer Bescheid. Doch dass auch bei Nichteinhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe Strafen drohen, ist vielen nicht bewusst. Hält die Polizei ein Auto an und misst die Millimeter nach, droht bei zu geringer Profiltiefe ein Bußgeld zwischen 50 und 75 Euro. Teilweise sind sogar bis zu drei Punkte im Zentralregister fällig. Das gilt übrigens nicht nur für Winterreifen.
 
Zur Information: Auch andere Verkehrsteilnehmer, die nicht mit dem Kfz fahren, sondern zum Beispiel mit Zweirädern wie Motorrad oder Mofa, sind von den Regelungen nicht ausgenommen. Bei Mofas etwa liegt die Höhe des Bußgeldes bei rund 35 Euro. Und auch mit dem Fahrrad ist man vollwertiger Verkehrsteilnehmer und ist verpflichtet, sein Gefährt verkehrssicher zu halten. Auch hier kann es seitens der Polizei zu Verwarnungen kommen.

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