Das Reserverad – Das fünfte Rad am Wagen?

Früher Pflicht, wird dem Reserverad heutzutage mehr und mehr von Alternativen der Rang abgelaufen. Nicht wenige Fahrzeughalter schwören jedoch nach wie vor auf das Mitführen eines gleichwertigen Ersatzrades. Wenngleich auch statistisch gesehen Reifen im Schnitt laut ADAC nur noch alle zehn Jahre platzen, besteht das Risiko eines Reifenschadens aufgrund von Scherben und Splittern auf der Fahrbahn natürlich immer noch.

Gängige Alternativen zum Reserverad

Mittlerweile gibt es einige Alternativen zum herkömmlichen Ersatzrad. Folgende Varianten werden besonders häufig als Ersatz zum Reserverad verwendet:

Notrad

Runflat-Reifen

Reparatur-Kit

Jede Möglichkeit hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Je nachdem, welche Eigenschaften Ihnen wichtig sind, steht Ihnen die Wahl daher offen.

Reifenkonfigurator

Reifenkonfigurator

Noträder
Ein Notrad, oder Sparrad, ist eine kleinere Variante des normalen Reserverads und darf laut Straßenverkehrsordnung nur vorübergehend zum Einsatz kommen. Das sind die Vor- und Nachteile eines Sparrads:
Vorteile Nachteile
Praktischer Ersatz bei allen Arten von Reifenschäden Aufwändiger Radwechsel
Spart Stauraum im Vergleich zum herkömmlichen Ersatzrad Nur 80 km/h zulässige Höchstgeschwindigkeit
Weniger Kraftstoffverbrauch aufgrund des kleineren Gewichtes Fahrstrecke aufgrund der unterschiedlichen Reifengrößen begrenzt; Differenzialsperre
Noträder sind für kurze Strecken eine sinnvolle Alternative zum klassischen Reserverad. Für längere Strecken bieten sie aber aufgrund mehrerer Einschränkungen keinen adäquaten Ersatz zum vollwertigen Ersatzrad.
Runflat-Reifen
Auch bei Reifenschäden ermöglicht Ihnen ein Runflat-Reifen eine Weiterfahrt zur nächstgelegenen Werkstatt. So statten viele Hersteller, meist gehobener Klassen, ihre Fahrzeuge mittlerweile schon ab Werk mit Runflat-Reifen aus. Die Vor-und Nachteile zu dieser Variante finden Sie hier:
Vorteile Nachteile
Weiterfahrt auch bei Panne möglich; Keine Gefährdung beim Aussteigen und Montieren des Rades (etwa auf der Autobahn) Eingeschränkte Mobilität (Nur bis 80 km/h und für max. 300 km)
Geringe Gefahr im Moment des Reifenschadens – Stabilität bleibt zunächst erhalten Höherer Anschaffungspreis
Kein Verlust von Stauraum Höheres Eigengewicht (vermindert Fahrkomfort und erhöht Spritverbrauch)
Reifendruckkontrollsystem erforderlich – Erhöht die allgemeine Sicherheit des Fahrzeuges  
Als Runflat-Reifen werden Pneus mit einer speziellen Pannenlauf-Funktion bezeichnet. Früher mussten Autoreifen bei Schäden oder plötzlichem Druckverlust notdürftig repariert oder durch ein Reserverad ersetzt werden. Heutzutage bietet die durchdachte Runflat-Technologie die Möglichkeit, den Ruf eines Pannendienstes zu umgehen und sogar ohne entsprechenden Reifendruck noch zur nächstgelegenen Werkstatt zu kommen.
Reparatur-Kit / Pannenset
Reserveräder und Wagenheber gehörten vor 20 Jahren noch zum Standardzubehör bei Neuwagen, heutzutage legen viele Hersteller teilweise jedoch nur noch Reparatur-Kits bei. Diese Kits enthalten immer ein flüssiges Reifendichtmittel, das mit Hilfe eines Kompressors in den Autoreifen eingeblasen wird. Sie sollten jedoch nur bei kleineren Reifenpannen und Schäden an der Lauffläche genutzt werden.
Vorteile Nachteile
Leicht, klein und platzsparend Lediglich für kleinere Schäden an der Lauffläche anwendbar
Eigengewicht bleibt gleich – kein erhöhter Kraftstoffverbrauch Aufwändige Pannenbehebung
  Starke Einschränkung der Fahrtstrecke und Geschwindigkeit (nur langsame und vorsichtige Fahrt zur nächsten Werkstatt möglich)
Als Runflat-Reifen werden Pneus mit einer speziellen Pannenlauf-Funktion bezeichnet. Früher mussten Autoreifen bei Schäden oder plötzlichem Druckverlust notdürftig repariert oder durch ein Reserverad ersetzt werden. Heutzutage bietet die durchdachte Runflat-Technologie die Möglichkeit, den Ruf eines Pannendienstes zu umgehen und sogar ohne entsprechenden Reifendruck noch zur nächstgelegenen Werkstatt zu kommen.

Wie schnell dürfen Sie mit dem Reserverad fahren?

Mit einem herkömmlichen Reserverad, das dem an Ihrem Fahrzeug genutzten Rad gleichwertig ist, dürfen Sie natürlich ebenso schnell weiterfahren, wie mit dem gewechselten.

In der Umgangssprache wird allerdings das Notrad häufig als Reserverad bezeichnet. Hier gelten andere Vorgaben.

Als Noträder bezeichnet man in der Regel eine kleine Stahlfelge mit schmaler Bereifung.

Diese Räder sollten mit maximal 80 km/h gefahren werden. Entsprechende Hinweise finden Sie in der Bedienungsanleitung des Rades.

Insgesamt sind sie jedoch nicht als vollwertiger Ersatz zum normalen Autoreifen anzusehen.

Es gilt daher immer noch:

Vollwertige Ersatzräder bieten Ihnen die größtmögliche Sicherheit, vor allem, wenn Sie weite Strecken zurücklegen, wie beispielsweise in den Urlaub.

Notrad

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